pneu gp 5000 archetype monté sur un vélo du team UAE Team Emirates

Fahrradreifen richtig wählen: Druck, Breite und Trends bei den Profis – wir erklären es Ihnen

Einleitung
Reifen werden oft vernachlässigt, dabei beeinflussen sie direkt Komfort, Leistung und Sicherheit. Sie sind nämlich in direktem Kontakt mit dem Asphalt, was eine wesentliche Rolle für den Rollwiderstand spielt. Die richtige Reifenwahl verbessert also Effizienz, Grip und das Fahrgefühl. In den letzten Jahren haben sich das Material und die Gewohnheiten verändert, sowohl bei Amateuren als auch im Profipeloton.

Schlauch oder Tubeless: zwei unterschiedliche Ansätze

Zwei Haupttechnologien bestehen nebeneinander: der klassische Reifen mit Schlauch und Tubeless. Der Reifen mit Schlauch bleibt die einfachste und günstigste Lösung. Leicht zu reparieren, eignet er sich für alle, die Praktikabilität bevorzugen. Tubeless hingegen hat die Art zu fahren verändert. Da der Schlauch entfällt, kann man mit niedrigerem Druck fahren, und das Pannenrisiko sinkt dank der Dichtmilch. Dieses System hat sich inzwischen bei der Mehrheit der Profiteams durchgesetzt, die von den Gewinnen an Komfort und Rollwiderstand überzeugt sind.

Reifenbreite: den richtigen Kompromiss finden

Die Breite beeinflusst direkt Stabilität, Komfort und Rollwiderstand. 25 mm bleibt leistungsfähig, bietet aber wenig Komfort. 28 mm setzt sich heute als Referenz durch: Es bietet ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Komfort. Breiten von 30 bis 32 mm tauchen immer häufiger im Peloton auf, insbesondere bei den Klassikern, wo die Straßen oft uneben sind. Modelle wie der Continental GP5000 S TR beweisen, dass sich Nachgiebigkeit, Grip und Rollwiderstand vereinen lassen, ohne die Geschwindigkeit zu beeinträchtigen. Für die Mehrheit der Radfahrer ist eine Breite zwischen 28 und 30 mm ideal für die Straße.

Druck: weder zu viel noch zu wenig

Der Druck hängt vom Gewicht des Fahrers, der Reifenbreite und dem Straßentyp ab. Ein zu stark aufgepumpter Reifen verliert an Komfort und Grip, während ein zu wenig aufgepumpter Reifen den Rollwiderstand erhöht und das Risiko eines Snakebites steigert. Eine von Silca verwendete Formel liefert eine Berechnungsgrundlage:

Druck (in bar) ≈ 0,065 × (Gesamtgewicht (Fahrer + Rad) ÷ (Reifenbreite ÷ 25)¹·⁵)

Zum Beispiel fährt ein 75 kg schwerer Radfahrer mit einem 8 kg schweren Rad und 28-mm-Reifen mit etwa 4,3 bar hinten und 4,0 bar vorne. Bei einer Tubeless-Montage kann man den Druck um 0,3 bis 0,5 bar senken, für mehr Komfort und Traktion.

Visma-Lease a Bike nutzt ein System der Marke Gravaa, um den Druck der Tubeless-Reifen im Rennen anzupassen. Diese Vorrichtung erlaubt es den Mechanikern, den Druck über eine kleine vernetzte Pumpe schnell zu verändern und so Grip, Komfort und Stabilität des Rades je nach Straßentyp und Bedingungen zu optimieren.

Gravel, ein neuer Horizont

Gravel hat die Radsportpraxis neu definiert. Seine Reifen, oft zwischen 35 und 45 mm, setzen auf Stabilität, Komfort und Zuverlässigkeit auf gemischtem Untergrund. Tubeless ist dort unverzichtbar geworden und erlaubt es, mit sehr niedrigem Druck zu fahren, ohne Pannen fürchten zu müssen, selbst auf steinigen Wegen.

Die Trends bei den Profis: UAE, Visma und die Suche nach Effizienz

Im Peloton gilt Komfort inzwischen als Leistungsfaktor. Bei UAE bevorzugt Tadej Pogacar Continental-Reifen von 28 bis 32 mm, tubeless montiert, um Rollwiderstand und Komfort zu optimieren. Beim Zeitfahren verwenden sie die Reihe GP 5000 TT in 28 oder 30 mm. Dieselbe Strategie bei Visma–Lease a Bike, wo die Fahrer breitere Querschnitte und niedrigere Drücke übernommen haben.

Fazit

Die Reifen zu wählen heißt, das richtige Gleichgewicht zwischen Komfort, Rollwiderstand und Sicherheit zu finden. Die Standards haben sich verändert: Tubeless setzt sich als Selbstverständlichkeit durch und Breiten zwischen 28 und 32 mm sind zur Norm geworden. Doch die Prinzipien bleiben einfach: die Breite an die eigene Praxis anpassen, den Druck je nach Untergrund einstellen und die Reifen regelmäßig pflegen. Ein gut gewählter und gut aufgepumpter Reifen verändert das Fahrgefühl wirklich, sei es um an Leistung zu gewinnen oder einfach mehr Freude am Fahren zu haben.

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